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DECOMM 2014 "Mobilitätsmanagement: Klimaschutz, saubere Luft, weniger Lärm!"

3. Deutsche Konferenz zum Mobilitätsmanagement am 13.  / 14. März 2014 Rathaus Spanischer Bau, Köln

Vor dem Hintergrund von Klimawandel und Energiewende ist die Entwicklung und Vermarktung von multimodalen Mobilitätsmanagementangeboten ein zentraler Baustein zur Sicherung der Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger. Nur so sind gleichzeitig Klima- und Umweltschutzziele sowie wirtschaftliche und soziale Ziele zu erreichen und mit den finanziellen Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Ohne Verkehrswende ist eine Energiewende nicht zu erreichen.

Am 13. und 14. März 2014 fand zum dritten Mal in Folge die Deutsche Konferenz zum Mobilitätsmanagement, kurz DECOMM, statt. Die zweitägige Veranstaltung stieß bundesweit auf große Resonanz und lockte über 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Planung, Praxis, Politik und Wissenschaft nach Köln. Die diesjährige DECOMM stellte unter dem Motto „Mobilitätsmanagement: Klimaschutz, saubere Luft, weniger Lärm!“ den Beitrag des Mobilitätsmanagements im Rahmen von Klimaschutz, Lärmminderung und Luftreinhalteplanung in den Mittelpunkt des Austauschs.

Einleitend verwies Niels Hartwig vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf die Bedeutung einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur, da ein weiterer Ausbau zunehmend an finanzielle sowie ökologische Grenzen stoße. Der Vortrag des bekannten Wettermoderators Sven Plöger machte zugleich deutlich, dass es inhaltlich keinen Grund gibt, der uns Menschen von einer Mitverantwortung für den Klimawandel freispricht. Er differenzierte auf anschauliche Weise, dass der Klimawandel im Alltag zwar vielfach an Extremwetterereignissen spürbar werde, die Klimaforschung aber nicht nach einzelnen Wetterereignissen schaue, sondern den Mittelwert des Wetters über lange Zeiträume und in globaler Perspektive betrachte. Dabei sei die durch den Menschen verursachte Klimaerwärmung nicht nur messbar, sondern könne über Satellitenbilder auch sichtbar gemacht werden.

Dr. Katrin Dziekan, Fachgebietsleiterin „Umwelt und Verkehr“ beim Umweltbundesamt, unterstrich daher die Notwendigkeit nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und stellte wichtige Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben „Potenziale des Radverkehrs für den Klimaschutz“ vor. Patrick Hoenninger (ILS) und Sascha Müller vom Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) präsentierten ein Umwelthandbuch, welches Politik und Planung in der Region Frankfurt RheinMain unterstützt, geeignete Handlungsansätze zur Reduktion der verkehrs- und mobilitätsbedingten Umweltwirkungen umzusetzen. Im Anschluss illustrierte Christof Hertel am Beispiel des Deutschen Evangelischen Kirchentages, dass emissionsfreies Mobilitätsmanagement für Güter und Personen über den Einsatz von Lastenrädern auch bei Großveranstaltungen realisierbar ist. Im Anschluss bot der Nachmittag des ersten Tages Raum für vier parallele Workshops, in denen Fragen des Mobilitätsmanagements anhand konkreter Beispiele vorgestellt und vertiefend mit den Teilnehmenden diskutiert wurden.

Den zweiten DECOMM-Tag eröffnete Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr in NRW, und gab dabei die landesweite Einrichtung von regionalen Koordinierungsstellen zum Mobilitätsmanagement nach Vorbild des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) bekannt. Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag (VRS) erläuterte die Entwicklung vom Verkehrsverbund hin zum Mobilitätsverbund und stellte die Bedeutung eines systematischen Ansatzes des kommunalen Mobilitätsmanagements heraus.

Die Teilnehmenden der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich einig, dass ein Umdenken beim Thema Verkehr notwendig ist. Die angestrebte Energiewende sei ohne Verkehrswende nicht umzusetzen. Mit Blick auf den Klimawandel und die Energiewende stellt die Entwicklung multimodaler Mobilitätsangebote, ihre Verzahnung und Vermarktung einen zentralen Baustein zur Sicherung der Mobilität insgesamt bei. Nur so sind sowohl Klima- und Umweltschutzziele, als auch wirtschaftliche und soziale Ziele finanziell realisierbar und zu erreichen.

Die nächste DECOMM wird im Frühjahr 2015 in Stuttgart stattfinden.

 

Programm / Vorträge

Gesamtmoderation:

  • Mechtild Stiewe, ILS; Theo Jansen, VRS

 

Donnerstag, 13. März 2014

9:30
Registrierung und Begrüßungskaffee

10:30
Begrüßung
Grußwort der Stadt Köln
Dr. Norbert Reinkober, Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Matthias Knobloch, DEPOMM

10:45
Mobilitätsmanagement: die vorhandene Verkehrsinfrastruktur effizienter nutzen!
Niels Hartwig, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
VORTRAG PDF-Grafik

11:15
Gute Aussichten für morgen – Wie wir den Klimawandel für uns nutzen können
Sven Plöger, Diplom-Meteorologe und TV-Wettermoderator

12:15
Mittagspause und Imbiss

13:15
Anforderungen an eine nachhaltige Mobilität
Dr. Katrin Dziekan, Umweltbundesamt (UBA)
ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik

13:45
Wirkungsabschätzung verkehrlicher und mobilitätsbezogener Maßnahmen in Umwelt- und Klimaschutzkonzepten
Patrick Hoenninger, ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH
Sascha Müller, Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH (ivm)
ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik

14:15
Emissionsfreies Mobilitätsmanagement für Güter und Personen bei Großveranstaltungen – Das Beispiel des Deutschen Evangelischen Kirchentages Hamburg 2013
Christof Hertel, Deutscher Evangelischer Kirchentag
ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik

14:45
Kaffeepause

15:00
Parallele Workshops 

1. Mobilitätsmanagement an Universitäten und Hochschulen: Semesterticket und mehr!

Moderation: Mechtild Stiewe, ILS

  • Mobilitätsmanagement an Hochschulen – Bausteine und Erfahrungen
    Prof. Dr.-Ing. Dirk Vallée , Dr.-Ing. Andreas Witte, RWTH Aachen
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik
  • Mobilität an Hochschulen – das Beispiel TU Kaiserslautern
    Prof. Dr.-Ing. Ulrike Reutter, Universität Kaiserslautern
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik
  • MOVE 2013, Mobilitäts- und Verkehrsstrategie der Ruhr-Universität Bochum
    Björn Frauendienst, Ruhr-Universität Bochum
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik

2. Ansätze und Strategien für Mobilitätsmanagement in Metropolen – Ein Blick über den Tellerrand

Moderation: Heike Mühlhans, ivm

  • Integrierte Stadt- und Verkehrsentwicklungsplanung in afrikanischen Städten am Beispiel von Windhoek, Namibia
    Dr.-Ing. Carsten Schürmann, Dr. rer. pol. Niklas Sieber, TCP International
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik
  • Wien (geht) voraus - Was am Gehen gefällt und was davon abhält
    Elisabeth Füssl, FACTUM Chaloupka & Risser OG Verkehrs- und Sozialforschung
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik

3. Standards und Zertifizierung – Wege zur Verbreitung von Mobilitätsmanagement

Moderation: Gernot Steinberg, Planersocietät

  • Standards für Mobilitätsmanagement: der Entwurf des neuen Leitfadens der FGSV
    Dr. Volker Blees, Verkehrslösungen
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik
  • Zertifizierung und ihre Rolle für die Verbreitung von Mobilitätsmanagement
    André Bruns, ivm
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik

4. Kommunales Mobilitätsmanagement initiieren und kommunizieren

Moderation: Michael Adler, tippingpoints & fairkehr Verlag

  • Das neue Kommunizieren – Kommunikation, Emotion, Entscheidungsfindung
    Michael Adler, tippingpoints & fairkehr Verlag
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik
  • Das neue Strukturieren – kommunale Organisationsstruktur für Mobilitätsmanagement
    Theo Jansen, VRS
    ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik

17:00
Ende des ersten Tages

19:00
Gemeinsame Abendveranstaltung
Rundfahrt mit der Straßenbahn „Colonia Express“ mit Buffet

 

Freitag, 14. März 2014

9:00
Begrüßungskaffee

9:30
Vom Netzwerk „Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen“ zum Mobilitätsmanagement
Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV NRW)

10:00
Vom Verkehrsverbund zum Mobilitätsverbund
Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag
VORTRAG PDF-Grafik

10:20
Blaue Betriebe – Mobilitätsmanagement im Klimakonzept Verkehr der Stadt Tübingen
Dr. Hedwig Verron, UBA
Bernd Schott, Stadt Tübingen
ABSTRACT // VORTRAG PDF-Grafik

10:50
Kaffeepause

11:10
Präsentation der Workshopergebnisse

11:30
Podiumsdiskussion: Energiewende = Verkehrswende?
Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und Bergische Universität Wuppertal
Jürgen Fenske, Präsident Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
Evelin Unger-Azadi, MBWSV NRW
Dr. Roman Suthold, ADAC Nordrhein
Roland Thomas, Städte- und Gemeindebund NRW
Moderation: Marion Linnenbrink, Stadt Bergisch Gladbach

12:30
Ausblick und Verabschiedung
Matthias Knobloch, DEPOMM
Mechtild Stiewe, ILS

12:45
Gespräche beim Mittagsimbiss

13:30
Ende der Veranstaltung

Organisatorisches

Veranstalter

  • DEPOMM e. V.
  • ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH
  • VRS – Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
  • ivm Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain

Kontakt

  • Mechtild Stiewe
    Telefon: +49 (0)231 9051 - 269
    Telefax: +49 (0)231 9051 - 280
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Veranstaltungsort

  • Rathaus Spanischer Bau
    Rathausplatz 1
    50667 Köln


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