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Definition

Seit den 1990er Jahren unter Einfluss von Impulsen europäischer Projekte  hat sich im (fachlichen) deutschen Sprachgebrauch der Begriff Mobilitätsmanagement entwickelt. Seitdem gab es viele Ansätze den Begriff zu bestimmen und Spezifika des Mobilitätsmanagements zu beschreiben.

Die FGSV definiert den Begriff wie folgt

Mobilitätsmanagement ist die zielorientierte und zielgruppenspezifische Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens mit koordinierenden, informatorischen, organisatorischen, und beratenden Maßnahmen unter Einbeziehung anderer, über die Verkehrsplanung hinausgehender Akteure.

„​effizient mobil" definiert den Begriff wie folgt

Auf Basis langjähriger Projekterfahrungen wurde im Rahmen des „Aktionsprogramms effizient mobil“ unter Beteiligung des ILS eine andere Defintion entwickelt: Mobilitätsmanagement ist ein Ansatz zur Beeinflussung der Verkehrsnachfrage mit dem Ziel, den Personenverkehr effizienter, umwelt- und sozialverträglicher und damit nachhaltiger zu gestalten. Mobilitätsmanagement bietet den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern durch „weiche“ Maßnahmen aus den Bereichen Information, Kommunikation, Motivation, Koordination und Service Optionen, ihr Mobilitätsverhalten und ihre Einstellungen zur Mobilität zu verändern. Dabei übernehmen Akteure, wie z. B. Betriebe, Verantwortung für den von ihnen verursachten Verkehr und kooperieren mit Kommunen, Verkehrsbetrieben und -anbietern.

Auf europäischer Ebene hat das Konsortium des im Oktober 2009 abgeschlossenen EU-Forschungsprojektes MAX – Successful Travel Awareness Campaigns & Mobility Management Strategies, an dem auch das ILS beteiligt war, eine ausführliche Definition entwickelt, die auf der EPOMM-Internetseite in 14 Sprachen verfügbar ist.

Die EPOMM definiert den Begriff wie folgt

Mobilitätsmanagement ist ein Konzept zur Förderung des nachhaltigen Verkehrs und zur Verringerung der Autonutzung und zwar durch die Veränderung von Einstellungen und Verhaltensweisen der Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen. Das Mobilitätsmanagement basiert auf „weichen“ Maßnahmen, wie Information, Kommunikation, Organisation von Services sowie Koordination der Aktivitäten verschiedener Partner. „Weiche“ Maßnahmen bewirken meist eine Effizienzsteigerung von „harten“ Infrastrukturmaßnahmen im städtischen Verkehr (wie neue Straßenbahnlinien, Straßen, Radwege). Diese MM-Maßnahmen erfordern (im Gegensatz zu „harten“ Infrastrukturmaßnahmen) keine umfangreichen finanziellen Investitionen und können einen hohen Nutzen-Kosten-Faktor aufweisen.